10 Gründe, wieso Sie bei Rückenschmerzen ein medizinisches Rückenstreckgerät nutzen sollten

Ein Rückenstrecker-Gerät (lumbale thorakale Extension) zählt zu den am häufigsten verwendeten Geräten in Fitnessstudios, Physiotherapieeinrichtungen, Rehazentren und Krankenhäusern auf der ganzen Welt.

Natürlich gibt es auf dem Markt zahlreiche Trainingsgeräte unterschiedlicher Qualität. Was sollten Sie allerdings beim Kauf oder der Verwendung eines solchen Trainingsgerätes beachten? Was sind die Trainingsvorteile eines speziellen Rückenstreckgerätes im Vergleich zu den Geräten von Life FitnessTechnogymeGym oder Matrix? In diesem Blogbeitrag werden Sie alles zu den wichtigsten Prinzipien von Rückenstreckgeräten erfahren.

Springen Sie direkt zu

  1. Optimierte Biomechanik
  2. Isoliertes Training
  3. Richtige Belastung
  4. Sichere Trainingsumgebung
  5. Test und Messung der Wirbelsäule
  6. Digitales Trainingsprotokoll
  7. Programmvorlagen für Rückenprobleme
  8. Patientenerfahrungen
  9. Datenerhebung
  10. Klinikmanagement

1. Optimierte Biomechanik

Was ist bei der Entwicklung eines Rückenstreckgerätes besonders wichtig? Natürlich die Biomechanik. Ein gutes Rückentraining verhindert schädliche Bewegungen, schont die Gelenke, aber trainiert die Muskeln und kann problemlos individuell angepasst werden. Zahlreiche Studien belegen, dass die Bewegung schmerzender Gelenke sehr vorteilhaft ist. Die Wirbelsäule ist allerdings eine sehr komplexe Struktur, bestehend aus Wirbeln, Bandscheiben, Bändern, Rotatoren, intervertebralen Muskeln und Stützmuskeln.

Kommen Rückenschmerzen und eine erschwerte Koordinationsfähigkeit hinzu, dann ist es nur sehr schwer möglich, eine gezielte Bewegungstherapie durchzuführen. In diesem Fall sind medizinische Rückenstreckgeräte notwendig, um den entsprechenden Bereich zu isolieren und eine gezielte Bewegung und Belastung zu ermöglichen.

2. Isoliertes Training

Wieso ist ein isoliertes Training gerade bei Rückenschmerz-Patienten so wichtig? Bei vielen Patienten, die an Rückenschmerzen leiden, sind bestimmte Kompensationsverhaltensweisen zu beobachten. Das bedeutet, dass andere Muskeln im Körper die Funktion der schmerzenden Muskelgruppen im Rücken übernehmen. Auf diese Weise wird die Belastung des Rückens vermieden. Nach und nach nimmt dadurch jedoch die Stärke und Bewegungsfreiheit der nun nicht mehr belasteten Muskeln ab. Gleichzeitig kommt es zur zunehmenden Überlastung der neuen Muskeln, die die zuvor schmerzhaften Aktivitäten übernommen haben.

Unser medizinisches Rückenstreckgerät wurde so entwickelt, dass die Kompensation durch andere Muskelgruppen möglichst gering gehalten wird. Im untenstehenden Beispiel wurde eine Studie zur Verwendung medizinischer Rückenstreckgeräte zur lumbalen thorakalen Extraktion der Wirbelsäule durchgeführt. In diesem Fall ist die Rückenstreckmuskulatur im Vergleich zu den Hüftstreckern und Rücken-/Hüftbeugern besonders stark aktiviert.

3. Richtige Belastung

Was bestimmt, wie hoch die ideale Belastung sein sollte? Mit den meisten Fitnessgeräten und funktionalen Übungen ist eine präzise Kontrolle der Belastung nicht möglich. Das bedeutet, dass die Belastung während dem Bewegungsablauf nicht ideal verteilt ist. Im Laufe einer Bewegung von der Beugung zur Streckung kann sie daher an einigen Stellen zu niedrig und an anderen Stellen zu hoch ausfallen.

Unten finden Sie ein Beispiel dazu, wie sich eine solche unkontrollierte Belastung auf das Training auswirken kann. Zunächst fühlt sich die Bewegung einfach an. Mit zunehmender Ermüdung fällt die Bewegung allerdings schwerer, bis sie schließlich nicht mehr vollständig ausführbar ist. Eine ideale Belastungskontrolle ermöglicht dagegen selbst bei starker Ermüdung noch immer die vollständige Bewegungsfreiheit.

Ein medizinisches Rückenstreckgerät ist mit einem Monitor ausgestattet, der mit Hilfe intelligenter Software die Dauer und Geschwindigkeit der Übung erfasst. Eine Bewertung am Ende der Übung gibt schließlich an, wie genau sich der Patient an die Vorgaben gehalten hat. Im Anschluss kann der Algorithmus das Programm, falls nötig, entsprechend anpassen.

Ein Resultat wie in diesem Fall wäre ohne präzise Belastungskontrolle nicht möglich gewesen. Schließlich wurde die Übung zu 97% nach Vorgabe ausgeführt, wobei sich die Bewegungsfreiheit noch immer innerhalb der Norm befand.

Hier eine Übersicht der praktischen Vorteile der richtigen Belastung mithilfe eines medizinischen Rückenstreckgeräts:

  • Die Patienten haben das Gefühl, dass die Bewegung sehr sanft und fließend vonstatten geht.
  • Die Muskeln sind jederzeit so stark wie möglich aktiviert – egal wie hoch die Belastung ist.
  • Das Training ist auch bei starker Erschöpfung noch immer sicher.
  • Die Bewegung ist jederzeit schmerzfrei, da sie gleichmäßig erfolgt und das Gelenk gestützt wird.

4. Sichere Trainingsumgebung

Wann ist das Rückenstrecktraining sicher? Wenn die Bewegung in der Sagittalebene der lumbalen/thorakalen Wirbelsäule erfolgt und dabei auf kontrollierte Weise die Streckmuskulatur mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit aktiviert werden. Auf diese Weise können selbst Patienten mit starken, chronischen Rückenschmerzen und einer eingeschränkten Koordinationsfähigkeit und Stärke mit nur minimalen Schmerzen und vollkommen sicher beginnen, Übungen durchzuführen, um ihre Bewegungsfreiheit zu verbessern und die entsprechenden Muskeln zu stärken.

Durch umfassende Tests können die Bewegungsfreiheit und die isometrische Kraft der Muskeln in der Umgebung der Wirbelsäule genau erfasst werden.  Auf diese Weise werden sichere Trainingskonditionen gewährleistet, die verhindern, dass der Patient zu stark belastet wird.

5. Test und Messung der Wirbelsäule

Wie sollte das Testen und Messen erfolgen? Die sicherste und am besten wiederholbare Methode, um die Stärke der die Wirbelsäule umgebenden Muskeln zu testen, ist der Einsatz von isometrischen Kraftmessungen. Dabei wird die Kraft in Newtonmetern gemessen und mit validierten Normwerten verglichen. Das Softwaresystem nutzt dabei eine Programmvorlage, um das angemessene Trainingsgewicht zu kalkulieren, das für die Bewegungseinschränkung des Patienten geeignet ist. Sollte eine Kraftmessung noch zu anstrengend sein, dann sollte zunächst eine Beweglichkeitsmessung durchgeführt werden, um so die Koordinationsfähigkeit zu trainieren und das Trainingsgewicht von einem anfänglich sicheren Wert nach und nach zu steigern.

 

6. Digitales Trainingsprotokoll

Wie sollte ein Patient mit Rückenschmerzen behandelt werden? Das ultimative Ziel einer erfolgreichen Behandlung ist eine Reduzierung der Schmerzen und eine Verbesserung der Lebensqualität. Um dies zu erreichen, muss die Bewegungstherapie entsprechend der Fähigkeit des Patienten, mit Veränderung umzugehen, nach und nach gesteigert werden. Die Behandlung beginnt in jedem Fall mit einer individuellen Beurteilung. Anschließend wird das Programm nach und nach an die subjektive Bewertung des gefühlten Widerstands und der Schmerzen des Patienten angepasst. Ein Standardprogramm zur Rückenstreckung stellt einen sicheren Ausgangspunkt dar und kann besonders in den frühen Stadien der Rehabilitation zum Einsatz kommen. Zunächst werden der Bewegungsradius und die Belastung noch gering gehalten. Der Physiotherapeut kann dabei den Trainingsfortschritt beurteilen, dem Patienten Feedback geben und das Programm in Echtzeit anpassen.

7. Programmvorlagen für Rückenschmerzen

Wie kann die Behandlung verfolgt werden? Wie viel Belastung eingesetzt werden und wie groß der Bewegungsradius sein darf, ist vor allem von den Schmerzen in den Gelenken und im Gewebe abhängig. Diese schematische Darstellung zeigt, wie die zunehmende Belastung während der Behandlung mithilfe eines Rückenstreckgerätes kontrolliert werden kann. Dabei ist wichtig, sicherzustellen, dass die Belastung stets unter der Schmerzgrenze bleibt. Gleichzeitig soll sie jedoch adaptive Veränderungen in den Muskeln und im Gewebe bewirken. In diesem Beispiel führte der empfundene Schmerzpegel zu einer Verringerung der Belastung, bis die Situation stabilisiert werden konnte.

8. Patientenerfahrungen

Wie kann ein Patient mit Rückenschmerzen motiviert werden? Sämtliche Trainingsvariablen werden überwacht und das System gibt sofort mithilfe einer Prozentzahl an, wie gut die vorgegebene Geschwindigkeit, der Bewegungsradius und die Belastung eingehalten wurde. Die hierzu angegebene Compliance-Prozentzahl hilft dabei, den Patienten zu motivieren.

Die Überwachung der Compliance des Patienten und der Einrichtung ist ein wichtiger Aspekt der Qualitätskontrolle. Die Patienten auf Grundlage objektiver Daten weiterbilden zu können, hilft ihnen zudem, ihre Behandlung selbst in die Hand zu nehmen. Die Erklärung, was im Rücken des Patienten tatsächlich vor sich geht, ist somit ein wichtiger Faktor zur Optimierung des Rehabilitationsprozesses.

9. Datenerhebung

Welche Vorteile bietet die Datenerhebung mithilfe eines Trainingsgerätes? Durch die Erhebung hochwertiger, umfassender Daten sind medizinische Rückenstreckgeräte mittlerweile mit einer fortschrittlichen Datenanalytik auf der Grundlage von Künstlicher Intelligenz ausgestattet. Mithilfe moderner Maschinenlernalgorithmen und einer schnell wachsenden Datenbank an Patientendaten kann die KI den Datenerhebungsprozess stetig weiter optimieren, Gruppen von Patienten mit ähnlichen Reaktion auf die Behandlung identifizieren, das Behandlungsresultat vorhersagen und die Behandlung während den verschiedenen Stadien entsprechend optimieren.

 

10. Klinikmanagement

Was hält die Zukunft bereit? Physiotherapie wird für gewöhnlich als Einzelbehandlung angeboten. Die Behandlung jedes weiteren Patienten führt somit zu höheren Kosten. Aus diesem Grund gilt diese Art der Behandlung unter Anbietern meist nicht als profitabel. In vielen Fällen führt dies zu einer eingeschränkten Behandlungszeit, die sich wiederum negativ auf die durch den Patienten erzielten Resultate auswirkt. Mit einem Rückenstreckgerät ist es dagegen möglich, mehrere Patienten zu behandeln, ohne dabei die Behandlungsqualität zu verringern.

Weitere Details zu unserem Rückenstreckgerät finden Sie hier.

Rumpfextension

Bastiaan Meijer
Digital Marketing Manager
bastiaan.meijer@davidhealth.com

Bastiaan Meijer