Die Halswirbelsäulenkurve wiederherstellen: Wie konservative Physiotherapie und DAVID-Geräte die Behandlung von Nackenschmerzen verändern

Nackenschmerzen gehören weltweit zu den häufigsten muskuloskelettalen Beschwerden und betreffen nahezu zwei Drittel der Menschen irgendwann im Leben. Dennoch bleiben sie eine der am häufigsten unterversorgten Beschwerden, unter anderem weil die zugrunde liegende Ursache, eine Störung der Halswirbelsäulenkurve, der natürlichen Krümmung der Halswirbelsäule, im klinischen Alltag oft unentdeckt oder ungemessen bleibt.

Ein kürzlich veröffentlichter Kommentar im EAS Journal of Orthopaedic and Physiotherapy (Chandra et al., 2025) lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf dieses Problem und plädiert dafür, konservative Physiotherapie mit objektiven, gerätebasierten Messverfahren zu kombinieren, für eine bessere und individuellere Versorgung. Bei DAVID Health setzen wir uns genau für diesen Ansatz ein.

Die Halswirbelsäulenkurve: Warum sie wichtig ist

Nackenschmerzen betreffen nahezu zwei Drittel der Menschen irgendwann im Leben und bleiben dennoch unterversorgt, unter anderem weil Störungen der natürlichen Kurve der Halswirbelsäule oft unentdeckt bleiben. Ein kürzlich im EAS Journal of Orthopaedic and Physiotherapy veröffentlichter Kommentar (Chandra et al., 2025) plädiert dafür, konservative Physiotherapie mit objektiven, gerätebasierten Messverfahren zu kombinieren.

Die Halswirbelsäule weist eine natürliche nach innen gerichtete Krümmung auf, die zervikale Lordose, die Stöße abfängt, die Neuroforamina offen hält und axiale Lasten gleichmäßig verteilt. Der Verlust oder die Umkehr dieser Kurve erhöht die Belastung von Bandscheiben und Bändern, führt zu kompensatorischer Überlastung, schränkt die Beweglichkeit ein und verursacht chronische Schmerzen.

Untersuchungen von McAviney et al. (2005) ergaben, dass „Personen mit einer zervikalen Lordose unter 20° signifikant häufiger unter chronischen Nackenschmerzen litten” als Personen im Normalbereich von 31°–40°. Die Wiederherstellung der zervikalen Lordose ist grundlegend für Schmerzlinderung und die langfristige Gesundheit der Wirbelsäule.

Die Grenzen der herkömmlichen Beurteilung

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten verlassen sich traditionell auf visuelle Haltungsanalyse, manuelle Muskeltests und Goniometrie – Verfahren, die kritische Schwächen teilen, darunter Subjektivität. Die Ergebnisse unterscheiden sich zwischen den Behandelnden, Fortschritt lässt sich schwer quantifizieren, und subtile neuromuskuläre Asymmetrien bleiben oft unentdeckt.

Wo DAVID-Geräte ins Spiel kommen

DAVID-Geräte liefern präzise, reproduzierbare und objektive Daten zur Funktion der Halswirbelsäule. Sie messen:

  • den zervikalen Bewegungsumfang in allen Bewegungsebenen
  • die isometrische Muskelkraft in Flexion, Extension und lateralen Richtungen
  • die Bewegungssymmetrie und erkennen dabei Seitenungleichgewichte

Untersuchungen von Suni et al. (2018) ergaben, dass „Patientinnen und Patienten, deren Behandlung durch eine objektive, gerätebasierte Beurteilung gesteuert wurde, größere Verbesserungen bei Beweglichkeit und Schmerz erfuhren” als jene, die allein mit herkömmlichen Verfahren beurteilt wurden.

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Ein vollständiger Rahmen für die konservative Behandlung

Der Kommentar von Chandra et al. beschreibt folgende Säulen:

Manuelle Therapie Gelenkmobilisationen stellen die segmentale Beweglichkeit von Hals- und Brustwirbelsäule wieder her, kombiniert mit myofaszialer Release-Technik für die suboccipitale Muskulatur, den M. levator scapulae und den oberen Trapezius.

Haltungskorrektur und ergonomisches Training Biofeedback-gestütztes Wiedererlernen einer neutralen zervikalen Ausrichtung mit praktischen ergonomischen Hinweisen: Bildschirme auf Augenhöhe, alle 20 Minuten eine Bewegungspause und Aufklärung über sicheres Heben.

Therapeutisches Training Aktivierung der tiefen zervikalen Flexoren mit kraniozervikalen Flexionsprotokollen, isometrische Stabilisationshalteübungen und Mobilitätsarbeit der Brustwirbelsäule. Die objektiven Kraftdaten von DAVID ermöglichen eine präzise Verordnung und sichere Progression.

Kräftigung und Integration Training der Skapulastabilisatoren und Core-Aktivierung festigen die Ausrichtung des oberen Quadranten, in dem Wissen, dass die zervikale Rehabilitation nicht von der kinetischen Kette getrennt werden kann.

Messen, was zählt Die Kombination aus subjektiven und objektiven Maßen ergibt ein vollständiges Bild des Fortschritts:

  • NPRS (Numeric Pain Rating Scale) für die Schmerzintensität
  • NPAD (Neck Pain and Disability Index) für die funktionelle Einschränkung
  • Daten der DAVID-Geräte für Bewegungsumfang und isometrische Kraft
  • Photogrammetrische Haltungsanalyse zur nicht-radiografischen Beurteilung der Ausrichtung
  • Cobb-Winkel für langfristige strukturelle Veränderungen, wo indiziert

Das Fazit

Der Kommentar von Chandra et al. betont, dass Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten die objektive, gerätebasierte Beurteilung als klinischen Standard annehmen müssen, nicht als Ersatz für klinische Expertise, sondern um sie „präziser, nachvollziehbarer und wirksamer” zu machen. DAVID-Geräte ermöglichen es Therapeutinnen und Therapeuten, die spezifischen Defizite zu erkennen, die Schmerzen verursachen, gezielte Interventionen zu gestalten und Ergebnisse objektiv zu verfolgen.

Die Zukunft der Wirbelsäulenversorgung verbindet Technologie und klinisches Können.

Basierend auf: Chandra BM, Tadagonda SK, Damerla T, Pagidimarry NK. Conservative Physiotherapy and Nordic Health Devices in Cervical Curve Regulation for Neck Pain Relief: A Commentary. EAS J Orthop Physiother. 2025;7(3):43–46.